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Märkisches Brustzentrum

Vorsorge / Prävention

Regelmäßige Untersuchungen bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt helfen, auffällige Veränderungen in der Brust so früh wie möglich zu entdecken. Das ist wichtig, weil sich Brustkrebs heute besser behandeln lässt denn je. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung. Mit der Röntgenuntersuchung der Brust, der Mammografie, können Tumore sogar in der Regel entdeckt werden, bevor sie tastbar sind. In diesem Stadium haben sich häufig noch keine Metastasen gebildet, über 90 Prozent der Erkrankungen sind heilbar.

Was ist Brustkrebs?

Die weibliche Brust besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe, in denen knotige Veränderungen (Tumore) entstehen können. Gutartige (benigne) Tumore gehen häufig aus Bindegewebe (Fibrome) oder Fettgewebe (Lipome) hervor. Auch Zysten sind häufige gutartige Veränderungen. Zur genauen Bestimmung der Lage des vermuteten Tumors wird die Brust schematisch in Viertel (Quadranten) eingeteilt. In rund 60 Prozent der Fälle liegt das Mammakarzinom im äußeren oberen Viertel, also in der Nähe der Achselhöhle. Lymphknoten in der Achsel, entlang des Brustbeins und oberhalb des Schlüsselbeins filtern körperfremde Substanzen, Bakterien, Viren sowie Tumorzellen. Normalerweise sind sie klein, weich und nicht tastbar. Bei Entzündungen oder Befall durch Tumorzellen werden sie größer, verhärten und müssen behandelt werden.

Besteht ein auffälliger Befund, bedeutet dies für die Patientinnen und Patienten eine Ausnahmesituation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Märkischen Brustzentrums sind darauf eingestellt. In persönlicher Betreuung der Betroffenen und deren Familien wird sich Zeit genommen, werden so viele Gespräche wie nötig geführt, um Ängste und Sorgen zu nehmen sowie Hilfestellungen zu leisten. Fachlich kompetent und menschlich sollen die Patientinnen und Patienten in einer Lebensphase begleitet werden, die prägt und einschneidend wirkt. Dieser Verantwortung sind sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Brustzentrums bewusst.

Diagnose Brustkrebs – und nun?

"Der Knoten ist bösartig, Sie haben Brustkrebs." Viele Patienten stehen erst einmal unter Schock. Die Panik nach der Diagnose ist absolut verständlich. Aber auf Dauer gilt es, den Blick auf Chancen zu richten. Die Mehrheit der an Brustkrebs Erkrankten wird geheilt. Auch die Angst, die Brust zu verlieren, bewahrheitet sich in den meisten Fällen nicht: Der Tumor muss zwar immer entfernt werden, aber bei bis zu 70 Prozent bleibt die Brust erhalten. Wissen kann also helfen, die Angst in den Griff zu bekommen. 

Für die Therapie-Strategie ist die genaue Beurteilung des vorliegenden Tumors erforderlich. Die Krebszellen werden mikroskopisch klassifiziert und auf ihre Ansprechbarkeit durch Hormone und Wachstumsfaktoren untersucht, im Blut Tumormarker bestimmt und die Flächen des Tumors untersucht. Dabei werden die Röntgen-Untersuchung der Lunge, eine Szintigraphie des Skeletts und eine Ultraschall-Untersuchung der Leber eingesetzt - ergänzend Computer- oder Kernspintomographie.

Die Klassifizierung erfolgt nach dem TNM-System, das Größe und Ausdehnung des Tumors (T), Lymphknotenbefall (N) und Metastasen (M) berücksichtigt. Zahlen bei den Buchstaben geben das Ausmaß an. M1 bedeutet zum Beispiel der Nachweis von Metastasen, N0 das Fehlen von Lymphknotenbefall und T1 einen kleinen Tumor.

Die Tumor-Klassifizierung liefert die Basis für die Einteilung in die Krebsstadien I bis IV. Ein Stadium I-Tumor ist kleiner als zwei Zentimeter ohne Lymphknotenbefall. Größere Tumoren und/oder Lymphknotenbefall führen je nach Ausprägung zur Einordnung in das Tumor-Stadium II oder III. Bei Fernmetastasen liegt ein Stadium IV-Tumor vor.